Turnverein Bermbach

Vergangenes Ereignis

Turnen-Leichtathletik-Breitensport:
Wir erinnern uns: Im Gespräch mit Andreas Elsner von Gronow - Bermbachs erfolgreichstem Leichtathletik-Mehrkämpfer

Geboren 1957 in Berlin, kam Andreas schon mit 14 Jahren nach Bermbach. Andy, wie ihn seine Freunde nennen, besuchte dann das Pestalozzigymnasium in Idstein, wo er 1976 das Abi machte. Ursprünglich begann seine sportliche Karriere bei dem Berliner Verein Hertha Zehlendorf als Fussballer. Da es in Bermbach keinen organisierten Fussball gab, verschrieb er sich bei uns zunächst dem Schießsport und trat bereits 1972 während der olympischen Spiele in München dem TV Bermbach als Mitglied bei. Im Jahr 1973 entdeckte Andreas dann seine wirkliche Leidenschaft und sein großes sportliches Talent: die Leichtathletik, sowohl in den Einzeldisziplinen, aber ganz besonders im Mehrkampf.

Andreas Elsner von Gronow

Zu seinen Paradedisziplinen gehörte bereits mit 17 Jahren der Weitsprung. Mit einer phantastischen Weite von 7,04 Metern stellte er einen Bezirksrekord auf, der 10 Jahre hielt. Großartig waren auch seine Ergebnisse im Hochsprung mit der Spitzenleistung von 1,85 Metern im Wettkampf. Stolz berichtete er der Redaktion, dass er seine absolute Bestleistung mit 2,00 Meter im Training aufstellte. Neben den Übungsmöglichkeiten beim TV Bermbach förderten ihn seine Sportlehrer am „Gimmi“ in Idstein.

So erreichte Andreas in den Jahren 1977 – 1987 seinen sportlichen Zenit als Aktiver und seine größten Erfolge für den TV Bermbach und sich selbst. Ihm gelang, was weder vor ihm noch seither ein Sportler des TV Bermbach schaffte: Andreas wurde insgesamt 3 x Hessenmeister und 2 x Zweiter bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften! Besonders stolz ist Andreas auf die Hessische Meisterschaft im Zehn-Kampf, die er 1979 in Frankfurt errang.

Darüber hinaus qualifizierte er sich mehrfach für die Deutsche Meisterschaft und gewann dabei 3 x den vierten Platz.
Zu seinen allerbesten Leistungen zählt er dabei seinen persönlichen Rekord im Weitsprung mit 7,35 Metern, womit man damals wie heute schon zu den Spitzensportlern zählt.

Noch wertvoller ist nach eigener Einschätzung seine Bestzeit von 14,5 Sekunden bei den 110 Metern Hürden. Mit einer solchen Zeit hätte Andreas noch 1928 die olympische Goldmedaille gewonnen und gehörte man in den 80er Jahren noch zur nationalen Spitze.

Während und nach seiner aktiven Zeit engagierte sich Andreas auch für den Verein: sechs Jahre Vorstandsarbeit als stellvertretender Abteilungsleiter für Turnen, Leichtathletik und Breitensport gehören ebenso dazu wie insgesamt 20 Jahre als Übungsleiter Leichtathletik. Sie sind da ebenso beeindruckend wie seine individuellen Erfolge.

Es überrascht dann auch nicht, dass seine Mädchen und Jungs ihrem Vorbild nacheiferten und ebenfalls sehr erfolgreich wurden. Stellvertretend für viele nennt Andy hier die Namen Tanja Holzer im Weitsprung, Silke Waldschläger im Kugelstoßen, Diskus- u. Ballwurf sowie Wilko Schinker (100 m Sprint) und Rüdiger Wick im Kugelstoß, die es in ihren Disziplinen bis zur Hessischen Spitze brachten, bei Hessischen Meisterschaften mehrfach Platzierungen in Medaillenrängen vermelden konnten und bei den Kreismeisterschaften regelmäßig die Titel absahnten.

Gern erinnert sich Andreas an diese schöne Zeit und freut sich mit seiner Frau Marina, mit der er seit 15 Jahren verheiratet ist, über das Wohlergehen seines geliebten Vereines, dem er bereits seit 44 Jahren die Treue hält und sich weiterhin eng verbunden fühlt. Nicht nur bei der traditionellen Bermbacher Olympiade, sondern auch bei der jährlichen IVV ist er als Besucher oder Helfer fast immer dabei.

15.4.2016/ML